Ein Film, der Kraft und Mut verleiht

Der Film über Bonhoeffers Leben und sein Wirken, aber vor allem über seine letzten Tage und Wochen im KZ, hat mich tief bewegt. Ich war für die Premiere extra nach Monte Carlo gereist und habe mir dort im Anschluss ein paar Tage Urlaub in einer Ferienwohnung an der Küste gegönnt, so dass sich die weite Anreise lohnte. Der Film hat vor allem einen moralischen Anspruch. Er zeigt das Verhalten eines durch und durch couragierten Menschen, der sich auch durch all das Schlechte, das um ihn herum auf der Welt herrscht, nicht davon abbringen lässt, Gutes zu tun und seine Ideale und Grundsätze zu verfolgen.

Der Film ist nicht unbedingt zeitgemäß - zumindest nicht, wenn man ihn mit all den Horror- und Splattermovies vergleicht, die sich heutzutage auf dem Markt tummeln und die sich einer großen Beliebtheit erfreuen. Er fokussiert ganz im Gegensatz zu ihnen das Gute im Menschen, er zeigt, dass es Werte gibt, für die es sich lohnt zu leben, egal in welcher Lage man sich befindet. Er zeigt, dass man niemals sich selbst verlieren oder aufgeben sollte.

Bonhoeffer ist bereit für seine Werte, die er vertritt, bis in den Tod zu gehen. Und so endet der Film mit Bonhoeffers letztem Weg zum Galgen. Bis zum Schluss geht er ihn in Würde und im Vollbesitz seiner geistigen und geistlichen Kräfte. Er weiß sich von Gott behütet und getragen.