Über den Film
Dargestellt werden in diesem biographischen Film über das Leben von Dietrich Bonhoeffer im wesentlichen die letzten sechs Jahre seines Lebens. Der Film basiert weitestgehend auf den biographischen Lebensdaten von Bonhoeffer. Wenn einige wenige Änderungen vorgenommen wurden, dann lediglich aus dramaturgischen Gründen.
Im Mittelpunkt des Filmes stehen zwei Erzählstränge. Der eine verfolgt das politische und gesellschaftliche Leben von Bonhoeffer und fokussiert sein Leben im Widerstand gegen das herrschende NS-Regime. Der andere Erzählstrang handelt von seiner beginnenden Beziehung zu Maria von Wedemeyer. Auf Kosten dieser Fokussierung geraten alle anderen wichtigen Beziehungen in seinem Leben, zum Beispiel die zu seinen Eltern oder seinem besten Freund, in den Hintergrund.
Bonhoeffer wird im Laufe des Filmes als Mann dargestellt, der sich immer wieder in inneren Konfliktsituationen befindet, die eine Entscheidung von ihm verlangen. So muss er sich entscheiden zwischen einem Leben in Amerika, das ihm Sicherheit und Freiheit verspricht und einem Leben in Deutschland, das mit Gefahren und Einschränkungen einhergeht. Er muss sich entscheiden zwischen einem Leben, in dem er der grausamen Politik des Landes tatenlos zusieht und sie geschehen lässt und einem Leben, in dem er in den Widerstand geht und versucht gegen die herrschende Regierung vorzugehen. Er muss entscheiden, ob er das Wagnis zur Flucht aus dem Gefängnis eingeht, damit aber auch seine Familie in Gefahr bringen würde. Und nicht zuletzt muss er sich entscheiden, ob er zu einer Kollaboration mit den Nazis bereit ist oder den Weg in den Tod vorzieht.